Gesellschaftswagen · 1903
B 2138 „Filisurer-Stübli“
- Ehemals luxuriöser Wagen für die Albulabahn mit vier Coupés und WC, erkennbar an der besonderen Fenstereinteilung.
- Umgebaut mit Geld der Gemeinde Filisur zum Buffetwagen mit nostalgischer Einrichtung und eigenem Geschirr.
- Ergänzung für historische Dampfzüge.
Bezeichnungen im Lauf der Zeit
- 1903 AB 117
- 1950 B 117
- 1956 B 2138
- 1967 X 9064 (Rottenwagen)
- 2002 B 2138 (WN 9802)
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand
Restaurierung
- Zeitraum
- 2001/2002
- Ort
- Samedan
- Übergabe
- 19. Oktober 2002 in Filisur
- Projektleitung
- Armin Brüngger
Steckbrief
- Hersteller
- SIG Neuhausen
- Beschaffungspreis
- CHF 13 390.–
- Achsen
- 2
- Länge über Puffer
- 10 440 mm
- Sitzplätze an Tischen
- 24
- Heizung
- Stammnetz, Bernina, Dampf
- Höchstgeschwindigkeit
- 60 km/h
- Dienstgewicht
- 10 320 kg
Aufwand des Clubs
- Arbeitszeit
- 3 178 Std.
- Material
- CHF 75 378.–
- Wert
- CHF 234 278.–
Lebenslauf
Die RhB bestellte 1902 zwölf Wagen AB 114–125 für die neue Albulabahn. Besonders waren die hohen Tonnendächer und die Lüfter über jedem Fenster, mit denen die Fahrgäste die Luftzirkulation selbst regeln konnten. Ein feines Eisengitter hielt den Ruß fern. Die Wagen fuhren vor allem im Engadin-Express Chur–St. Moritz, in dem zahlungskräftige Gäste aus England und Deutschland reisten. Die Coupés ließen sich abschließen. Wegen des Ersten Weltkriegs und des Wintersports blieben die Gäste später aus, 1950 wurde der Wagen deklassiert und 1967 zum Rottenwagen mit Holzherd und vier Tischen umgebaut. Diese Rottenwagen-Atmosphäre erlebt man heute im „veredelten“ Stübli.
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