Die schmale RoteLoks, Triebzüge und Wagen der Rhätischen Bahn · 1889 bis heute
Foto: Kreisviadukt Brusio, bei Brusio, Berninabahn
Brücke · Berninabahn

Kreisviadukt Brusio

Die Bahn, die unter sich selbst hindurchfährt

142,8 mLänge
9 × 10 mBögen
70 mRadius
70 ‰Gefälle

Die Geschichte

Am 25. März 1907 begannen die Bauarbeiten, am 1. Juli 1908 wurde der Abschnitt Tirano–Poschiavo eröffnet. Der Viadukt ist eine gemauerte Brücke mit neun Bögen von je 10 Metern.

Die Bahn dreht sich in einem Kreis mit nur 70 Metern Radius und unterquert dabei ihre eigene Brücke. So gewinnt sie auf engem Raum an Höhe, ohne eine Gegenkurve zu brauchen.

Wusstest du?

  • Oft liest man 110 Meter als Länge, tatsächlich sind es 142,8 Meter.
  • 2011 wurden die obersten 80 Zentimeter ganz abgetragen und neu gebaut, dazu wurde die Brücke auf jeder Seite um 23 Zentimeter breiter.
  • Nach einem großen Felssturz im Dezember 2008 war die Strecke 111 Tage gesperrt. Seit 2009 schützt ein Auffangdamm.
  • In Costa Rica steht ein Nachbau des Kreisviadukts.
  • Beim Viadukt stehen drei Skulpturen des Bildhauers Cristiano Paganini.

Häufige Fragen

Warum fährt die Bahn in Brusio im Kreis?
Das Tal ist zu eng für eine normale Kurve. Mit dem Kreis gewinnt die Bahn auf kurzer Strecke an Höhe, bei 70 Promille Steigung und ohne Zahnrad.
Wie lang ist der Kreisviadukt von Brusio?
142,8 Meter, mit neun Bögen von je 10 Metern.
Wann wurde der Kreisviadukt von Brusio gebaut?
Baubeginn war am 25. März 1907, eröffnet wurde er am 1. Juli 1908.

Zeitleiste

  1. 1907Baubeginn am 25. März
  2. 1908Eröffnung am 1. Juli
  3. 2008Felssturz, 111 Tage Sperre
  4. 2008UNESCO-Welterbe
  5. 2011Sanierung